Kurze Geschichte des Hannoverscher Fernmeldeclub von 1995 e.V.

Die Digitalisierung der Fernmeldenetze in den 90er Jahren führte die in voller Blüte stehende analoge bzw. elektromechanische Technik in riesigen Mengen dem Schrott zu. Einzelne Schrottteile erfuhren damals eine Aufwertung, wenn sie von Kollegen als Arbeitsplatz-, Büro- oder sogar als Flur- und Wohnungsschmuck verwendet wurden.

1994 schlossen sich einige "Sammler" zusammen, um ihre "Schätze" nicht zu Hause aufzubewahren, sondern sie im Sozialverband zu erhalten und wie in der heutigen Satzung festgelegt, der Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Prachtstücke der Postsammlungen verschwanden in der Museumsstiftung und gingen der Region verloren. Aber plötzlich fand die Technikschmuckwelle in den Büros ein Ende und den Mitgliedern der jungen Vereinigung "flog der Büroschmuck zu", während des ersten Umzuges auch nach. Dies trieb die Vereinsgründung kräftig an.

1995 formulierten die Herren Möbius und Semm die Vereinssatzung und sorgten für den Vereinsregistereintrag.

Etwa zeitgleich war der Umzug bewältigt und in der Büttnerstrasse in Hannover begann das Aufräumen und Sichten. Die regelmäßigen Pausen mit Kaffee, Keksen und reger Diskussion führten die Mitglieder zusammen und beflügelten die gemeinsamen Ziele der Arbeit.

Weitere Umzüge der tonnenschweren Sammlung führten uns in den Keller der Lathusen-/ Pertzstr. und auch in die engen Räume der Herschelstraße im Stadtzentrum von Hannover. Von manchem guten Stück mussten wir uns damals trennen und es zurück in den Schrottcontainer tragen. Dennoch erfuhren wir hier und durch den häufigen Einsatz unserer Wanderausstellung in Heimatmuseen ein gutes Echo von unseren Besuchern.

2012 packten wir das 4te Mal zum Umzug. Mit einem straffen Wochenarbeitsplan und vielen Helfern zogen wir auf das Gelände des Hannoverschen Straßenbahnmuseums e.V. in Sehnde/Wehmingen in das Gebäude 40 mit ca. 1200qm Fläche ein.

Die Eröffnung einer schleunigst hergerichteten Ausstellung scheiterte an baurechtlichen Fragen. Dennoch nahmen wir die vielen vor uns liegenden Renovierungsarbeiten in Angriff. Gleichzeitig galt es die Sammlung und das Ausstellungsgut den neuen Gegebenheiten und Erfordernissen des allgemeinen Besucherbetriebes auf dem Gelände anzupassen.

Glücklicherweise ermöglichte der stete Strom von Materialzugängen unterschiedlicher Art die großen Räume mit Exponaten eines breiten Spektrums und fachlicher Tiefe auszustatten.

Alle Fach- und ehemaligen Ausbildungsbereiche sind hier erneut gut aufgestellt, so dass die Abteilung "Ausstellung" sich auf sie stützen und verlassen kann.

Unser neu eingerichtetes Cafe "Südschleife" bietet jetzt genügend Platz zum Frühstücken und zur Diskussion von Fachthemen. Oft ist es bis auf den letzten Platz belegt.

Durch 2019 reichlich eingegangene Geldspenden konnten wir unsere Bauauflagen erfüllen und arbeiten jetzt gemeinsam mit den anderen Gebäudenutzern auf die Bauabnahme hin.

Gern hätten wir Sie zu einem Besuch, anlässlich unseres diesjährigen 25-jährigen Vereinsjubiläums eingeladen und Ihnen die Früchte der Vereinsidee und selbstverständlich besonders gern die Ausstellung gezeigt.

Leider verhindert das Virus es noch.

gez. Friedel Vehrenkamp, 03/2020
1. Vorsitzender



Telefone   ∙   Vermittlungstechnik   ∙   Übertragungstechnik   ∙   Linientechnik   ∙   Meßgeräte